Freitag, 11. Dezember 2009

Ein Tag im Zoo
SINGAPORE Singapur ist ein unbeschreiblicher Kulturschock. Waehrend Indien, wie Paddy es so schoen ausdrueckte, oft eine Vergewaltigung der Sinne war, ist in Singapore alles wie bei Alice im Wunderland. Alles glitzert, funkelt, strahlt. Die 1001 Shoppingmalls duften nach Kuchen, Kaffee, Parfuem. Rosa, hellbau und viele weitere Pastellfarben strahlen auf den frisch gestrichenen Hochhaeusern in der Sonne. Die perfekt gestylte Singapore-Society schwebt I-phonierend mit Starbucks-Caramel-Macchiato Decaf auf den antibaktieriellen Buergersteigen an der bunten Plastikweihnachtsdeko vorbei. Vor 24 Stunden sassen wir noch im Taxi zum Mumbai Airport. Ein zerlumptes vierjaehriges Maedchen mit nem Saeugling auf dem Arm klebte an der Fensterschreibe und bettelte nach Essen und Geld, waehrend das fuenfspurige Verkehrschaos bei ohrenbetaeubendem Laerm und Gestank auf die Gruenphase wartete. Hier lassen sich kleine Bilderbuchmaedchen mit rosa Turnschuhen , gruenen Schleifen im Haar und ner Kugel Ben & Jerrys in der Hand mit dem Weihnachtsrentier vor nem Packen bunter Plastikgeschenke fotografieren, wahrend sie auf die Gruenphase warten. Kranke Welt. Singapore ist fuer mich grad wie ein schoener Traum. Wir staunten die Orchard Road entlang, gingen nachts im weihnachtsbaumgesaeumten Botanischen Garten spazieren und am naechsten Tag in den Zoo. Irgendwann wachen wir dann auf, fruehstuecken und nehmen unseren Flieger nach Sydney.
Indien, mein Schlusswort Ich kann nach diesen 5 Wochen nicht sagen, wie ich Indien fand. Definitiv ist es nicht so wie nach meinem Griechenlandurlaub aus dem ich zurueckkomme und sage: schoen wars ! Ich fand Indien tief bewegend, auesserst verstoerend, unglaublich bitter, hinreissend, ... und Paddy und ich haben in einem Urlaub noch nie so viel disskutiert. Wir hatten die tollsten Gluecksmomente und die miesesten Stimmungen. Und das konnte sich von einer Sekunde auf die andere aendern. Auf jeden Fall werden wir noch lange drueber nachdenken, reden und knabbern. Schoen wars nicht, aber wunderschoen und richtig scheisse.
Die letzten Tage Indien Udaipur war extrem ereignislos, wir taten 3 Tage ziemlich genau nix, abgesehen von Essen , Schlafen, Sudoku loesen und abwesendem Starren auf den See. Und die Reisenden, die zum Essen zu uns aufs Dach kamen, erzaehlten uns, dass wir nicht wirklich was verpassten. Um so besser,.... es waere uns auch egal gewesen. Da es keinen direkten Zug mehr nach Mumbai gab mussten wir noch einen kleinen Stop in Ahmedabad einbauen. Hauptstadt Gujarats, ca 4 Mio Einwohner. Ich hatte wirklich noch nichts gelernt: die unendlichen Haesslichkeit dieser indischen Grossstadt traf mich auch dieses mal wieder voellig unerwartet. Man stellt sich Staedte einfach anders vor, ... ich kam mir auch dieses mal vor wir in einem 4 Mio Einwohner- Hinterhof. Ungaublich auch hier die Muellberge, die im, am, auf dem Fluss liegen und die Menschen, die Ihre Huetten zwischen Damm und Wasserkante bauen, mitten im Muell aus Muell. Kinder, die in dieser Flut aus Muell Ihre Drachen steigen lassen, Fahrrad fahren und Mamas Kochwasser aus dem Fluss schoepfen. Paddy und ich kamen uns unglaublich schaebig vor auf der Bruecke entlangzuschlaendern, bei Sonnenuntergang, an Frauen mit ihren(?) Kindern, die uns deren Kopfgeschwuere zeigen und nach Geld betteln, und einfach weiter zu schlaendern. Weiter nach Mumbai. Ankunft am Bandra Terminal. Rikshaw-Fahrer umringen uns. Hotel Anjali Inn ? Haehh ? Anjali Inn ! Anjali Inn ? Yes Anjali Inn, you know the Hotel ? aehhhh........ yae, yae, Anjela In Geusthause ! No Anjali Inn ,........ (ach fuck off) . Wir steigen ein und fahren. Falsche Richtung, wir fahren im Kreis, wir fahren zurueck..... wir halten an: Mumbai Continental. Aeh noe ! Er hat keine Ahnung, wir keine Adresse, wir suchen zusammen ein Internetcafe,... lange. Mit Adresse in die richtige Richtung, ... wir landen in nem fiesen Viertel, am Flughafenrand, fragen 100 Inder, alle reden viel, keiner weiss Bescheid. 2 Stunden spaeter, wir sind genervt, lassen uns zum Flughafen fahren. Wir sind erleichtert, unser Fahrer auch. Wir lassen uns jetzt vom Hotel abholen. Wir fahren also wieder in das fiese Viertel am Flughafenrand, nur eine "Strasse" weiter, und da steht es: unser drei-fensterfreie-Zimmer- Hotel, inmitten einer Werkstattgasse, der "Hinterhof" zum "Fluss". Wie schoen. Ruecksichtsvollerweise haben wir das nicht bildlich festgehalten. Sehnsuechtig nach etwas schoenem gehen fuenf Minuten die meistbefahrendste Strasse der Welt entlang ins glitzernde Peninsula Grand Hotel und essen das GESAMTE Dessert-Buffet auf. Wir sind bereit fuer den Abflug.

Sonntag, 6. Dezember 2009

Jaipur II
Der Markt in Jaipur
easy going...
Huelsen in allen erdenklichen Farben
Die suesseste Oma Indiens...
...lud uns gleich mal zum Tee ein und stellte uns ihre Familie vor.
Das Geburtstagskind Raj hat sich fuers Foto in Schale geschmissen. Haare kaemmen und neuen Sari an. Indias next Topmodel.
Der letzte Abend in Jaipur
Udaipur
einer der groessten Tempel in Indien
Such das Eichhoernchen!!!! Der erste der es findet kriegt eine Gratis E-Mail von uns!
Promenade von Udaipur
Schnipp schnapp, Haare ab
Einsam in Udaipur

Mittwoch, 2. Dezember 2009

JAIPUR
Ein Ausflug in die Berge, Nana, sein Tuk Tuk und wir zwei beide !
unterwegs ein wunderschoenes Wasserschloss ,...
der Blickwinkel machts halt aus ;-)
5 Stunden mit Nana sind wie ein ganzes Leben. Wir haben seine Familengeschichte, komplette Fotoalben, seine Lebensweisheiten, astrologische Zukunftsprophezeiungen sowie das ABC der indischen Liebeskunst mit auf den Weg bekommen,...
... bis wir letztendlich das Fort auf dem Berg erreichten
mit tausend Ecken und Winkeln
einem grandiosen Blick auf Jaipur
und inspirierenden Wanddekos
ein letzer Blick aufs Wasserschloss ...
und schon ist der Tag vorbei